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iGEM

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iGEM (international Genetically Engineered Machine Competition) ist ein nicht kommerzieller Wettbewerb für Studierende aus aller Welt. Er ist der international renommierteste Wettbewerb der synthetischen Biologie und in seiner Form weltweit einzigartig. Bis 2013 wurde das Finale am MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge, USA, ausgetragen. Aufgrund der jährlich wachsenden Teilnehmerzahl wurde 2014 zum Hynes Convention Center in Boston gewechselt. Im Jahr 2016 traten rund 300 Teams aus über 40 Ländern bei iGEM an. Für die erfolgreiche Teilnahme ist neben der wissenschaftlichen Arbeit auch das Gesamtkonzept entscheidend. Daher müssen sich die Teams mit den unterschiedlichen Aspekten ihres Projekts beschäftigen. Zu diesen gehört neben dem Nutzen für die Menschheit auch die Einhaltung von Biosicherheitsstandards. Der Verantwortung der modernen Biologie gerecht werdend, ist die Auseinandersetzung mit der Bioethik ebenso Teil des Wettbewerbs wie die Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit. Die Teams tragen so zur öffentlichen Wahrnehmung der synthetischen Biologie bei und können zudem für ihr jeweiliges Projekt sensibilisieren. 

 

Synthetische Biologie

synbio

Die synthetische Biologie ist die neueste Entwicklung im Bereich der modernen Biologie. Sie verknüpft ingenieurswissenschaftliche Prinzipien und Elemente der Informatik mit organischer Chemie, Molekularbiologie und Gentechnik, um biologische Systeme mit neuartigen Eigenschaften zu konstruieren.

Durch die Nutzung vereinheitlichter Methoden und standardisierter, frei kombinierbarer DNA-Bausteine, den BioBricks, können problemorientierte Fragestellungen auf eine in der Biologie völlig neue Art und Weise gelöst werden. Sämtliche BioBricks werden nach dem Open-Source-Gedanken der wissenschaftlichen Gemeinde kostenlos durch eine frei zugängliche Online-Datenbank zur Verfügung gestellt. Diese Datenbank, die Registry of Standard Biological Parts, enthält neben den Informationen zum Aufbau der DNA-Bausteine auch praktische Erfahrungswerte und wächst durch die vielfältige Nutzung beständig an. Durch die Vereinfachung, Standardisierung und Modularisierung der Biologie und ihrer Methodik birgt die synthetische Biologie ein hohes Innovations- und Forschungspotential.